Strategies to collect Miles & More frequent flyer miles in Switzerland

Miles & More Sammelstrategie für Schweizer Reisende

Durch Sammeln von Vielfliegermeilen können Reisende mittels Flug- und Upgradeprämien ihre Wunschziele günstiger oder bequemer erreichen. In diesem Blogpost lernt ihr meine persönliche Strategie zum Sammeln von Miles & More Meilen in der Schweiz kennen. Die Strategie ist “work in progress” – teilt mir eure Erfahrungen mit und ich lasse sie in den Artikel einfliessen.

(This article about strategies for earning Miles & More frequent flyer miles in Switzerland is only available in German.)

Miles & More ist das grösste Vielflieger- und Prämienprogramm Europas. Auch wenn es sich um das Loyalitätsprogramm der Lufthansa-Gruppe handelt, zu der auch die SWISS gehört, lassen sich mit den Meilen auch Flugprämien oder Upgrades für Flüge der anderen Fluggesellschaften der Star-Alliance (z.B. Singapore Airlines, United Airlines, SAS Scandinavian Airlines, Turkish Airlines) einlösen.

Warum überhaupt eine Strategie extra für die Schweiz?

Es gibt zahlreiche Webseiten und Foren, in denen nützliche Tipps zum Sammeln und Einlösen von Miles & More Meilen geteilt werden. Aber was das Sammeln von Meilen angeht, sind viele dort diskutierte Strategien stark auf Deutschland orientiert und für Schweizer Reisende nicht oder nur sehr beschränkt anwendbar – das gilt zum Beispiel für bestimmte Kreditkarten, das Payback-Programm oder den Leserservice der Deutschen Post etc. In der Schweiz braucht man also eine eigene Sammelstrategie. Meine besteht auf sechs Pfeilern:

  • Beim Reisen die Meilenausbeute maximieren
  • Mit der geeigneten Kreditkarte täglich Meilen sammeln
  • Coop Superpunkte clever in Meilen umwandeln
  • Payback: aus wenigen Möglichkeiten das Beste machen
  • Augen offen halten nach Aktionen
  • Der Königsweg: über Revolut & Co. noch viel mehr Meilen sammeln (zurzeit, rsp. seit ca. Ende Oktober 2019 nicht mehr möglich)

1. Beim Reisen die Meilenausbeute maximieren 

Es ist naheliegend, Vielfliegermeilen beim Fliegen zu sammeln. Dies ist nicht nur bei Flügen der Lufhansa-Gruppe möglich, deren Loyalitätsprogramm Miles & More ist. Auch auf allen Flügen mit Fluggesellschaften der Star Alliance (z.B. Singapore Airlines, United Airlines, SAS Scandinavian Airlines, Turkish Airlines) sowie weiteren Partnern ist das möglich – insgesamt bei knapp 40 Airlines. Weil die Meilenvergabe umsatzorientiert ist, wird es erst bei Flügen in der Business- oder First-Class wirklich lohnenswert.

Bei Hotel-Übernachtungen lassen sich auf mehrere Arten Meilen sammeln: bei zahlreichen Hotel-Ketten, die direkt mit Miles & More kooperieren (meist gibt’s einen pauschalen Meilenbetrag, z.B. 500 Meilen pro Buchung); über das Hotelbuchungsportal von Miles & More und SWISS (2 Meilen pro 1 CHF Buchungswert); über eine besondere Lufthansa-Seite auf booking.com (1 Meile pro 1 EUR Buchungswert); über das Buchungsportal Expedia (1 Payback-Punkt pro 2 EUR Buchungswert; 1:1 umtauschbar in Miles & More Meilen). Nach dem Aufenthalt lohnt es sich, eine kurze Hotelbewertung auf Holidaycheck zu verfassen (100 Meilen pro Bewertung, 200-250 Meilen bei Aktionen).

Meilen lassen sich auch bei den wichtigsten Mietwagen-Firmen (Avis, Hertz, Sixt etc.), beim Buchen einer Kreuzfahrt via kreuzfahrten.de oder bei GetYourGuide sammeln, einer in der Schweiz gegründeten, stark wachsenden Buchungsplattform für Touren, Besichtigungen und Aktivitäten.

2. Mit der geeigneten Kreditkarte täglich Meilen sammeln

Eine meilenfähige Kreditkarte zu haben, ist der Kern jeder Sammelstrategie und aus zwei Gründen unerlässlich: Erstens schützt sie gesammelte Meilen vor dem Zerfall – ohne eine entsprechende Karte (oder einen Vielfliegerstatus) verfallen die gesammelnten Meilen nach 36 Monaten. Zweitens sammelt man bei allen Ausgaben – beim Einkaufen, Tanken, Reisen, in Restaurants etc. – mit jedem Franken Umsatz mit der Kreditkarte Meilen – wie viele, hängt vom Anbieter und vom gewählten Kartenprodukt ab. Bei den beiden wichtigsten Schweizer Anbietern kriegt man eine Hauptkarte, mit der man mehr Meilen pro Franken generiert und eine Zweitkarte mit einem geringeren Meilenumsatz. Es sind dies das SWISS Miles & More Kartenduo von Swisscard AECS (Hauptkarte: Amex; Zweitkarte Mastercard) und die Cornèrcard Miles & More Kombi-Angebote (Hauptkarte: Diners Club; Zweitkarte: Visa oder Mastercard). Weil die Amex beim Bezahlen deutlich besser akzeptiert ist als die Diners Club, habe ich zurzeit nur das Swiss Miles & More Gold Kartenduo.Es gibt in der Schweiz weitere Karten, mit denen man direkt oder indirekt Meilen Sammeln kann. Bei allen Kartenanbietern gibt es zudem immer wieder Promotionen für Neukunden, bei denen man mehrere tausend Meilen Willkommensbonus kriegt und im ersten Jahr keine oder eine reduzierte Jahresgebühr bezahlt. Entscheidend für den Sammelerfolg ist es, im Alltag möglichst alles, auch kleinste Beträge, mit der Kreditkarte zu bezahlen.

Falls du das  SWISS Miles & More Kartenduo beantragen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du mich als Empfehlung angibst, weil ich dann einen kleinen Meilenbonus kriege. Schreibe mir einfach eine E-Mail.

3. Coop Superpunkte clever in Meilen umwandeln 

Beim Detailhändler Coop kann man gleich auf mehrere Arten Meilen sammeln:

  • Die beim Einkaufen im Coop und bei diversen Partnern (z.B. Interdiscount, Fust, Import Parfumerie, Guidor Coiffeur, Pneu Egger) erworbenen Superpunkte kann man im Prämienshop im Verhältnis 2:1 in Miles & More Meilen tauschen: 10’000 Superpunkte ergeben 5’000 Meilen, 7’500 Punkte bringen 3’750 Meilen.
  • Hin und wieder gibt es Aktionen, bei denen man Superpunkte zu einem besseren Kurs in Meilen umtauschen kann. Diese sind jedoch seltener geworden.
  • Wer die Einkäufe bei Coop und seinen Partnerfirmen mit der Supercard Kredit- und Prepaidkarte (Visa oder Mastercard, herausgegeben von TopCard Services AG, keine Jahresgebühr) bezahlt, erhält pro Franken Umsatz eine zusätzlichen Superpunkt (zusätzlich zum Superpunkt für den Einkauf).
  • In der Supercard-App (App Store / Google Play) findet man regelmässig digitale Bons, mit denen man zusätzliche Superpunkte ab einem bestimmten Einkaufsbetrag oder beim Kauf eines bestimmten Produkts bekommt. Ebenfalls in der App gibt es von Zeit zu Zeit “Punkte-Jagden”, bei denen die extra Superpunkte mit jedem Einkaufstag ab CHF 20 ansteigen (1. Tag +10 Punkte, 2. Tag +20 Punkte … 20. Tag + 200 Punkte).
  • Weitere Aktionen gibt es im coop@home Online-Shop (z.B. 3’000 Meilen beim Weinkauf ab CHF 300)
  • Coop Superpunkte werden übrigens auch online gehandelt (z.B. bei ricardo.ch oder tutti.ch).

4. Payback: aus wenigen Möglichkeiten das Beste machen

Payback ist das grösste Bonusprogramm Deutschlands mit mehr als 40 stationären und über 600 Online-Partnern (z.B. Alnatura, dm Drogeriemarkt, Aral, real, REWE). Das Tolle daran: Die gesammelten Punkte können im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen umgetauscht werden. Das Dumme ist nur: Es gibt keine Partnergeschäfte in der Schweiz und auch die Payback-App – wo man mit zahlreichen Aktionen die Meilenausbeute vervielfachen könnte – kann im Schweizer App Store und Google Play nicht heruntergeladen werden. Wer wie ich auf Einkaufstourismus nach Deutschland verzichtet, hat nur wenige Sammelmöglichkeiten: Beim Online-Shopping findet kann man  nach einem Payback-Partner suchen, der auch in die Schweiz liefert. Wer Flüge oder Hotels bucht, kann beim Buchungsportal Expedia seine Payback-Kundennummer hinterlegen. Über Aktionen auf der Payback-Website informiert man sich am besten, indem man sich für den Newsletter anmeldet.

5. Augen offen halten nach Aktionen

Zwar gibt es in der Schweiz eine Reihe von Online-Händler, Banken, Versicherungen und weiteren Miles & More Partnern, wo man bei jedem Einkauf Meilen Sammeln kann. Ich persönlich finde nur die Partnerschaft mit Coop (siehe oben) wirklich interessant. Hingegen gibt es immer wieder spannende Aktionen, bei denen man entweder die Meilenausbeute beträchtlich steigern kann oder bei denen man kostenlos einige Meilen sammeln kann. Um über solche Aktionen auf dem Laufenden zu bleiben, sollte man den Miles & More Newsletter abonnieren (im eigenen Profil) und die App herunterladen (gibt alleine schon 500 Punkte). Sehr empfehlenswert ist es auch, einige Newsletter von Portalen für Vielflieger und Punktejägern zu abonnieren – zum Beispiel reisetopia.ch, meilenoptimieren.com, Frankfurtflyer.de etc. sehr zu empfehlen. Und last but not least werden in der von Reto’s Little Travel Blog gegründeten Facebook-Gruppe “Miles & More – Tipps und Strategien für Schweizer Reisende” laufend spezifische Tipps ausgetauscht. Bist du der Gruppe schon beigetreten?

6. Der Königsweg: über Revolut & Co. noch viel mehr Meilen sammeln

Nachdem Swisscard, die Herausgeberin der SWISS Miles & More Kreditkarten, die Gutschrift von Meilen für das Revolut-Top-up eingestellt hat, gibt es zurzeit in der Schweiz keine sinnvolle Möglichkeit mehr, auf diesem Weg Meilen zu sammeln. Sollte sich ein neues Türchen öffnen, werde ich den Artikel wieder ergänzen.

Falls du Revolut nutzen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du diesen Empfehlungslink benutzt, dann erhalten wir beide CHF 10 (vorerst bis 28. August gültig) und du kriegst die dazugehörige Kreditkarte portofrei nach Hause geschickt.

Falls du Zak nutzen möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn du meinen Empfehlungscode THED1U bei der Registrierung benutzt. Dann erhalten wir beide CHF 50.

Falls du neon nutzen möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn du meinen Empfehlungscode 4MRTKB bei der Registrierung benutzt. Dann erhalten wir beide CHF 10.

Titelbild ganz oben: Ein Flugzeug der SWISS International Air Lines vor dem berühmten Matterhorn in der Schweiz (Foto: Supercard.ch)

Lies als nächstes: 24 Stunden Entspannung im Dolder Grand in Zürich

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5 thoughts on “Miles & More Sammelstrategie für Schweizer Reisende

  1. Hallo Reto

    Tolle Seite, man lernt echt viel, danke! Kurze Frage zu revolut: In revolut kann man ja mehrere Währungskonti haben. Z.B. GBP, Euro etc. Wenn ich nun auf jedem Fremdwährungskonto Geld habe, z.B. 20 GBP und 30 Euro: Wenn ich in DE bin und mit der Revolut-Kreditkarte zahle: Wird dann Geld automatisch vom Eurobestand abgebucht oder vom CHF- Bestand? Weisst du, was ich meine? Wie “weiss”die Karte, welches Konto sie “anzapfen” muss?

    Das ist mir nicht ganz klar.

    Oder soll ich in der app nur CHF haben und wenn ich in DE einkaufe und mit der Revolut-Visa-Kreditkarte zahle, dann werden zum jeweiligen Kurs die CHF in Euro umgerechnet?

    Irgendwie stehe ich da auf der Leitung.. Kannst du weiterhelfen? Vielrn Dank

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    1. Hallo Sunny. Wenn du genügend Guthaben in der zu bezahlenden Währung hast, wird es dort abgezogen. Falls nicht, wird Geld vom “Hauptkonto” genommen und umgehend umgerechnet (oder von einem weiteren Währungskonto, falls der Betrag hier auch nicht reicht). Viel Spass mit Revolut und dem Meilensammeln!

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  2. Ich möchte hier mal kurz etwas klar stellen.
    Meilen sammeln mit Revolut funktioniert nicht “mehr”.

    Ich habe mich heute bei Swisscard AECS beschwert, da ich für meine Revolut Aufladungen keine Meilen erhalten habe.
    Die Dame am Telefon hat mir bestätigt, dass dies keine Meilen generiert, da es eine Überweisung und keine Bezahlung ist.

    Datum: 02.12.2019

    Falls ihr andere Erfahrungen macht, gibt mir bitte ein Tipp, wie ich wieder mit Revolut Meilen sammeln kann.

    Besten Dank.
    Kevin

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    1. Hallo Kevin. Du hast recht, seit kurzem ist das nicht mehr möglich. Ich werde den Artikel anpassen. Sollte sich in der Schweiz ein neues Türchen öffnen, um mit Revolut Meilen zu sammeln, werde ich den Artikel aktualisieren.

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