Strategies to collect Miles & More frequent flyer miles in Switzerland

Miles & More Sammelstrategie für Schweizer Reisende

Durch Sammeln von Vielfliegermeilen können Reisende mittels Flug- und Upgradeprämien ihre Wunschziele günstiger oder bequemer erreichen. In diesem Blogpost lernt ihr meine persönliche Strategie zum Sammeln von Miles & More Meilen in der Schweiz kennen. Die Strategie ist “work in progress” – teilt mir eure Erfahrungen mit und ich lasse sie in den Artikel einfliessen.

(This article about strategies for earning Miles & More frequent flyer miles in Switzerland is only available in German.)

Miles & More ist das grösste Vielflieger- und Prämienprogramm Europas. Auch wenn es sich um das Loyalitätsprogramm der Lufthansa-Gruppe handelt, zu der auch die SWISS gehört, lassen sich mit den Meilen auch Flugprämien oder Upgrades für Flüge der anderen Fluggesellschaften der Star-Alliance (z.B. Singapore Airlines, United Airlines, SAS Scandinavian Airlines, Turkish Airlines) einlösen.

Warum überhaupt eine Strategie extra für die Schweiz?

Es gibt zahlreiche Webseiten und Foren, in denen nützliche Tipps zum Sammeln und Einlösen von Miles & More Meilen geteilt werden. Aber was das Sammeln von Meilen angeht, sind viele dort diskutierte Strategien stark auf Deutschland orientiert und für Schweizer Reisende nicht oder nur sehr beschränkt anwendbar – das gilt zum Beispiel für bestimmte Kreditkarten, das Payback-Programm oder den Leserservice der Deutschen Post etc. In der Schweiz braucht man also eine eigene Sammelstrategie. Meine besteht auf sechs Pfeilern:

  • Beim Reisen die Meilenausbeute maximieren
  • Mit der geeigneten Kreditkarte täglich Meilen sammeln
  • Coop Superpunkte clever in Meilen umwandeln
  • Payback: aus wenigen Möglichkeiten das Beste machen
  • Augen offen halten nach Aktionen
  • Der Königsweg: über Revolut & Co. noch viel mehr Meilen sammeln

1. Beim Reisen die Meilenausbeute maximieren 

Es ist naheliegend, Vielfliegermeilen beim Fliegen zu sammeln. Dies ist nicht nur bei Flügen der Lufhansa-Gruppe möglich, deren Loyalitätsprogramm Miles & More ist. Auch auf allen Flügen mit Fluggesellschaften der Star Alliance (z.B. Singapore Airlines, United Airlines, SAS Scandinavian Airlines, Turkish Airlines) sowie weiteren Partnern ist das möglich – insgesamt bei knapp 40 Airlines. Weil die Meilenvergabe umsatzorientiert ist, wird es erst bei Flügen in der Business- oder First-Class wirklich lohnenswert.



Bei Hotel-Übernachtungen lassen sich auf mehrere Arten Meilen sammeln: bei zahlreichen Hotel-Ketten, die direkt mit Miles & More kooperieren (meist gibt’s einen pauschalen Meilenbetrag, z.B. 500 Meilen pro Buchung); über das Hotelbuchungsportal von Miles & More und SWISS (2 Meilen pro 1 CHF Buchungswert); über eine besondere Lufthansa-Seite auf booking.com (1 Meile pro 1 EUR Buchungswert); über das Buchungsportal Expedia (1 Payback-Punkt pro 2 EUR Buchungswert; 1:1 umtauschbar in Miles & More Meilen). Nach dem Aufenthalt lohnt es sich, eine kurze Hotelbewertung auf Holidaycheck zu verfassen (100 Meilen pro Bewertung, 200 Meilen bei Aktionen).

Meilen lassen sich auch bei den wichtigsten Mietwagen-Firmen (Avis, Hertz, Sixt etc.), beim Buchen einer Kreuzfahrt via kreuzfahrten.de oder bei GetYourGuide sammeln, einer in der Schweiz gegründeten, stark wachsenden Buchungsplattform für Touren, Besichtigungen und Aktivitäten, sammeln.

2. Mit der geeigneten Kreditkarte täglich Meilen sammeln

Eine meilenfähige Kreditkarte zu haben, ist der Kern jeder Sammelstrategie und aus zwei Gründen unerlässlich: Erstens schützt sie gesammelte Meilen vor dem Zerfall – ohne eine entsprechende Karte (oder einen Vielfliegerstatus) verfallen die gesammelnten Meilen nach 36 Monaten. Zweitens sammelt man bei allen Ausgaben – beim Einkaufen, Tanken, Reisen, in Restaurants etc. – mit jedem Franken Umsatz mit der Kreditkarte Meilen – wie viele, hängt vom Anbieter und vom gewählten Kartenprodukt ab. Bei den beiden wichtigsten Schweizer Anbietern kriegt man eine Hauptkarte, mit der man mehr Meilen pro Franken generiert und eine Zweitkarte mit einem geringeren Meilenumsatz. Es sind dies das SWISS Miles & More Kartenduo von Swisscard AECS (Hauptkarte: Amex; Zweitkarte Mastercard) und die Cornèrcard Miles & More Kombi-Angebote (Hauptkarte: Diners Club; Zweitkarte: Visa oder Mastercard). Weil die Amex beim Bezahlen deutlich besser akzeptiert ist als die Diners Club, habe ich zurzeit nur das Swiss Miles & More Gold Kartenduo.Es gibt in der Schweiz weitere Karten, mit denen man direkt oder indirekt Meilen Sammeln kann. Bei allen Kartenanbietern gibt es zudem immer wieder Promotionen für Neukunden, bei denen man mehrere tausend Meilen Willkommensbonus kriegt und im ersten Jahr keine oder eine reduzierte Jahresgebühr bezahlt. Entscheidend für den Sammelerfolg ist es, im Alltag möglichst alles, auch kleinste Beträge, mit der Kreditkarte zu bezahlen.

Falls du das  SWISS Miles & More Kartenduo beantragen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du mich als Empfehlung angibst, weil ich dann einen kleinen Meilenbonus kriege. Schreibe mir einfach eine E-Mail.

3. Coop Superpunkte clever in Meilen umwandeln 

Beim Detailhändler Coop kann man gleich auf mehrere Arten Meilen sammeln:

  • Die beim Einkaufen im Coop und bei diversen Partnern (z.B. Interdiscount, Fust, Import Parfumerie, Guidor Coiffeur, Pneu Egger) erworbenen Superpunkte kann man im Prämienshop im Verhältnis 2:1 in Miles & More Meilen tauschen: 10’000 Superpunkte ergeben 5’000 Meilen, 7’500 Punkte bringen 3’750 Meilen.
  • Hat man zu wenige Superpunkte auf dem Konto, kann man die fehlenden Punkte gegen Bargeld dazu kaufen. Ob sich das finanziell lohnt, hängt von der geplanten Einlösung  der erworbenen Meilen ab. Meine Einschätzung: es lohnt sich nur, wenn man eine konkrete Reise geplant hat, bei der man die Meilen wertvoll (z.B. für ein Business-Class-Ticket oder -Upgrade) einlösen kann.
  • Hin und wieder gibt es Aktionen, bei denen man Superpunkte zu einem besseren Kurs in Meilen umtauschen kann. Diese sind jedoch seltener geworden.
  • Wer die Einkäufe bei Coop und seinen Partnerfirmen mit der Supercard Kredit- und Prepaidkarte (Visa oder Mastercard, herausgegeben von TopCard Services AG, keine Jahresgebühr) bezahlt, erhält pro Franken Umsatz eine zusätzlichen Superpunkt (zusätzlich zum Superpunkt für den Einkauf).
  • In der Supercard-App (App Store / Google Play) findet man regelmässig digitale Bons, mit denen man zusätzliche Superpunkte ab einem bestimmten Einkaufsbetrag oder beim Kauf eines bestimmten Produkts bekommt. Ebenfalls in der App gibt es von Zeit zu Zeit “Punkte-Jagden”, bei denen die extra Superpunkte mit jedem Einkaufstag ab CHF 20 ansteigen (1. Tag +10 Punkte, 2. Tag +20 Punkte … 20. Tag + 200 Punkte).
  • Mehrmals pro Jahr gibt es bei Coop so genannte “Trophys”, bei  denen man pro CHF 10 Einkaufswert eine Sammelmarke bekommt. Volle Sammelpässe kann man gegen reduzierte Pfannen, Gläser, Koffer etc. eintauschen. Oder bei einer Zuzahlung von CHF 34.90 gegen 2’000 Miles & More Meilen. Ob sich das lohnt, hängt wiederum von der geplanten Einlösung der Meilen ab.
  • Weitere Aktionen gibt es im coop@home Online-Shop (z.B. 3’000 Meilen beim Weinkauf ab CHF 300)
  • Coop Superpunkte werden übrigens auch online gehandelt (z.B. bei ricardo.ch oder tutti.ch).

4. Payback: aus wenigen Möglichkeiten das Beste machen

Payback ist das grösste Bonusprogramm Deutschlands mit mehr als 40 stationären und über 600 Online-Partnern (z.B. Alnatura, dm Drogeriemarkt, Aral, real, REWE). Das Tolle daran: Die gesammelten Punkte können im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen umgetauscht werden. Das Dumme ist nur: Es gibt keine Partnergeschäfte in der Schweiz und auch die Payback-App – wo man mit zahlreichen Aktionen die Meilenausbeute vervielfachen könnte – kann im Schweizer App Store und Google Play nicht heruntergeladen werden. Wer wie ich auf Einkaufstourismus nach Deutschland verzichtet, hat nur wenige Sammelmöglichkeiten: Beim Online-Shopping findet kann man  nach einem Payback-Partner suchen, der auch in die Schweiz liefert. Wer Flüge oder Hotels bucht, kann beim Buchungsportal Expedia seine Payback-Kundennummer hinterlegen. Über Aktionen auf der Payback-Website informiert man sich am besten, indem man sich für den Newsletter anmeldet.

5. Augen offen halten nach Aktionen

Zwar gibt es in der Schweiz eine Reihe von Online-Händler, Banken, Versicherungen und weiteren Miles & More Partnern, wo man bei jedem Einkauf Meilen Sammeln kann. Ich persönlich finde nur die Partnerschaft mit Coop (siehe oben) wirklich interessant. Hingegen gibt es immer wieder spannende Aktionen, bei denen man entweder die Meilenausbeute beträchtlich steigern kann oder bei denen man kostenlos einige Meilen sammeln kann. Um über solche Aktionen auf dem Laufenden zu bleiben, sollte man den Miles & More Newsletter abonnieren (im eigenen Profil) und die App herunterladen (gibt alleine schon 500 Punkte). Sehr empfehlenswert ist es auch, einige Newsletter von Portalen für Vielflieger und Punktejägern zu abonnieren – zum Beispiel Reisetopia (lanciert denmnächst eine Schweizer Seite), meilenoptimieren.com, Frankfurtflyer.de etc. sehr zu empfehlen. Und last but not least werden in der von Reto’s Little Travel Blog gegründeten Facebook-Gruppe “Miles & More – Tipps und Strategien für Schweizer Reisende” laufend spezifische Tipps ausgetauscht. Bist du der Gruppe schon beigetreten?

6. Der Königsweg: über Revolut & Co. noch viel mehr Meilen sammeln

Dieser letzten Sammelmöglichkeit muss ich drei Dinge vorausschicken: Erstens, sie ist recht kompliziert und aufwändig. Zweitens, sie scheint – aufgrund von Feedbacks in einschlägigen Diskussionsforen – nicht immer zuverlässig zu funktionieren. Drittens, sie wird wohl auch nicht langfristig bestehen bleiben. Bei mir funktioniert sie jedoch für den Moment, weshalb ich sie mit euch teilen möchte. Die Grundidee habe ich bei Reisetopia kennengelernt – dazu habe ich einiges recherchiert und ausprobiert, um spezifisch schweizerischen Eigenheiten (eigene Währung, nicht Mitglied der EU oder des EWR, unsere “geliebten” Schweizer Einzahlungsscheine) Rechnung zu tragen.

Im Grunde geht es darum, auch mit wiederkehrenden Ausgaben, die nicht mit der Kreditkarte bezahlt werden, Meilen zu sammeln – also zum Beispiel beim Bezahlen der Miete, der Steuern oder sonstigen Rechnungen. Der Lösungsansatz: man verwendet eine kostenlose Banking-App wie zum Beispiel Revolut und führt das sogenannte Top-up (Guthaben aufladen) mit einer meilenfähigen Kreditkarte (nur Visa und Mastercard, keine Amex oder Diners Club) durch. Somit sammelt man mit allen Transaktionen über die Revolut-App Meilen – egal ob man mit der mitgelieferten Kreditkarte bezahlt oder eine Überweisung auf ein anderes Konto macht (z.B. des Vermieters oder eines anderen Rechungsstellers). Weil man bei Revolut auch ein Konto in Schweizer Franken haben kann, sind keine Währungsumrechnungen nötig – wobei Revolut dafür ohnehin keine Gebühren erhebt und die Umrechnung zum attraktiven Interbankenkurs vornimmt. Somit eignet sich Revolut nicht nur zum Meilensammeln, sondern auch zum Reisen, für Einkäufe in Fremdwährungen etc.

Zwei Haken: Erstens, das Top-up funktioniert nicht mit allen Kreditkarten gebührenfrei. Während dies mit der SWISS Miles & More Mastercard seit ca. Anfang 2019 möglich ist, betrachtet Cornercard das Aufladen als CHF-Auslandstranksation und verrechnet eine recht hohe Gebühr. Zweitens, Überweisungen von Revolut auf ein Empfängerkonto in der Schweiz erfolgen als internationale SWIFT-Transfers. Diese können – müssen aber nicht – einen Abzug beim Empfänger zur Folge haben, je nachdem, welche Bank beim Durchführen des SWIFT-Transfers zwischengeschaltet wird. Dies lässt sich leider nicht planen, wie es scheint. In Foren habe ich von verschiedenen Nutzern gelesen, dass Gebühren abgezogen wurden, bei mir persönlich sind bisher jedoch alle Transaktionen gebührenfrei durchgekommen.

Zu guter Letzt: Für Überweisugnen ab der Revolut-App benötigt man die IBAN-Nummer des Empfängerkontos. Viele Schweizer Rechnungssteller haben aber keine solche, sondern verwenden die altbekannten orangen und roten Einzahlungsscheine mit Referenznummer (ESR). Mit einem Zwischenschritt lässt sich auch diese Hürde umgehen: Man lädt eine kostenlose Schweizer Banking-App wie neon oder Zak von Bank Cler herunter, die man selber nicht mit einer meilenfähigen Krediktarte aufladen kann. Deshalb überweist man von der Revolut-App aus auf das eigene Konto bei neon oder Zak. Mit diesen Apps kann man Einzahlungsscheine scannen und die entsprechenden Zahlungen machen. Wenn man also die IBAN-Nummer des Empfängers hat, bezahlt man direkt von der Revolut-App – wenn man nur einen Einzahlunggschein hat, nutzt man den Umweg über neon oder Zak.

Falls du Zak nutzen möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn du meinen Empfehlungscode THED1U bei der Registrierung benutzt. Dann erhalten wir beide CHF 50.

Falls du neon nutzen möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn du meinen Empfehlungscode 4MRTKB bei der Registrierung benutzt. Dann erhalten wir beide CHF 30 (bis 14. April 2019, anschliessend CHF 10).

Falls du dich neu bei Revolut registrieren möchtest, schicke ich dir gerne einen Empfehlungslink, dann kriegst du die dazugehörige Kreditkarte portofrei nach Hause geschickt. Schreibe mir einfach eine E-Mail.) 

Titelbild ganz oben: Ein Flugzeug der SWISS International Air Lines vor dem berühmten Matterhorn in der Schweiz (Foto: Supercard.ch)

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